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GS Eichenstraße - Förderklasse


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Die Förderklasse

Seit dem Schuljahr 1999/2000 gibt es an der GGS Eichenstraße eine Förderklasse. In dieser werden Schülerinnen und Schüler mit geringen oder keinen Deutschkenntnissen auf den Besuch einer Regelklasse vorbereitet. Daher werden in der Förderklasse etwa 16 Stunden ‚Deutsch als Zweitsprache‘ unterrichtet und zusätzlich Fachunterricht erteilt. Die Verweildauer in der Förderklasse beträgt maximal ein Jahr. Bei hinreichender passiver und aktiver Sprachkompetenz (nicht unbedingt bei ausreichenden Leistungen im Bereich Sprache!!) und ‚Bewährung in der Probezeit‘ in einer Regelklasse, erfolgt ein formaler Übergang in die Regelklasse. Die Kinder werden uns von der RAA Wuppertal (Regionale Arbeitsstelle zur Förderung ausländischer Kinder und Jugendlicher) vermittelt. Deshalb setzt sich die Klasse aus Kindern verschiedenster Altersgruppen und Nationalitäten zusammen. Die Mehrheit der Kinder sind momentan russischer Herkunft. Dies ist durch die Nähe unserer Schule zum Aussiedlerheim in der Friedrich-Engels-Allee begründet.
Der Schwerpunkt der pädagogischen Arbeit in der Förderklasse liegt einerseits in der notwendigen Vermittlung deutscher Sprachkenntnisse, um den Kindern eine erfolgreiche Teilnahme am Unterricht einer Regelklasse zu ermöglichen. Aber auch der Aspekt der sozialen Integration spielt eine wesentliche Rolle.
Neben den sprachlichen Problemen müssen sich die Kinder in einem neuen Schulsystem und einer für sie unbekannten Gesellschaftsform zurechtfinden. Dies gilt insbesondere für die Kinder, die aus den Ländern der ehemaligen Sowjetunion nach Deutschland übersiedelt sind.
Daher werden bei der Vermittlung von Sprachkompetenzen stets Situationen aus dem (für uns) alltäglichen Leben aufgegriffen, die den Kindern auch nach dem Unterricht bei der Bewältigung ihrer Lebenssituation hilfreich  sind.
Im Unterricht wurde zunächst der Themenbereich ‚Schule‘ erarbeitet, um den Schülerinnen und Schülern möglichst schnell emotionale Sicherheit zu geben und gemeinsames Arbeiten zu ermöglichen. Ein weiteres Ziel ist es dabei, den Kindern eine möglichst schnelle Teilnahme am Sportunterricht einer Regelklasse zu ermöglichen, um dadurch die soziale Integration innerhalb der Schulgemeinschaft voranzutreiben und neue Sprechanlässe zu ermöglichen.
Neben diesem Themenkomplex spielt auch das gemeinsame Kochen und Backen eine weitere wichtige Rolle. Bei der Herstellung von Plätzchen und Obstsalat wurden neben dem Erlernen der Vokabeln in der Klasse vor allem Sprechsituationen beim Einkaufen geübt, um den Kindern bei der Bewältigung von Alltagssituationen behilflich zu sein. Im Supermarkt konnten die Kinder ihr Wissen dann in der Realität erproben, ohne ganz auf sich selbst gestellt zu sein. Dies gab ihnen Sicherheit für ihren Alltag nach der Schule. Auch die Verkehrserziehung spielte in diesem Zusammenhang eine bedeutende Rolle. Neben speziell für diese Kinder bedeutsamen Themenbereichen wurden aber auch Themen aus den Lehrplänen der Regelklassen bearbeitet, um Wissenslücken zu schließen und einen vergleichbaren Erfahrungsschatz aufzubauen.
Neben dem Aufbau von Sprachkompetenz ist es ebenfalls wichtig, die deutsche Schriftsprache zu erlernen. Für die russischen und arabischen Kinder wurde dies oft zu einer großen Geduldsprobe.
Aufgrund der Zusammensetzung der Förderklasse mit den unterschiedlichen Altersstufen und der unterschiedlichen Sprachkenntnisse ist das oberste Prinzip für die Unterrichtsarbeit die Differenzierung. Innerhalb eines Themenkomplexes steht stets das individuelle und selbständige Arbeiten und Lernen im Vordergrund. So zählen Wochenplan- und Projektarbeit und die Arbeit mit Freiarbeitsmaterialien ( Karteien, Hörübungen, differenzierte Arbeitsblätter, Lernspiele, Leseecke) zur täglichen Arbeit der Kinder. Einen besonderen Raum nehmen auch Rollenspiele ein, in denen die Kinder alltägliche Situationen spielen und erproben können.